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Ziele

KINDERBETREUUNG

Mit einem flächendeckenden Angebot sorgt Familienreferent LH Gerhard Dörfler in Kärnten für eine neue Qualität der Kinderbetreuung. Insgesamt besuchen rund 18.000 Kinder die Kärntner Einrichtungen. Dem Land ist Kinderbetreuung sehr viel wert: rd. 36 Mio Euro werden jährlich für Kindergärten, Horte, Kinderkrippen, Kindergruppen, Altersübergreifende Gruppen, Tagesmütter, Sprachförderung, Volksgruppen-Kindergartenfonds zur Verfügung gestellt. Kärnten ist das einzige Bundesland, dass ein Gratis-Kindergartenjahr hat, bei dem die Kosten für den Halbtagsplatz vom Land übernommen werden.

Der nächste Schritt ist das verpflichtende Bildungsjahr im Kindergarten, das bereits 2007 mit Modellversuchen in den Gemeinden startet. Derzeit besuchen bereits 92,2 % der 5jährigen das letzte Kindergartenjahr vor Schuleintritt. Die Bildungsinstitution Kindergarten als wichtiger Beitrag zur Schulvorbereitung soll für alle möglich sein.

Großes Augenmerk wird auch auf die Aus- und Weiterbildung der KindergartenpädagogInnen gelegt. Beim Verein Kärntner Kinderbetreuung – IBB gibt es ein umfassendes Kurs- und Seminarangebot. Jedes Jahr melden sich über 3000 PädagogInnen für Fortbildungsmaßnahmen an.
Nähere Infos dazu unter: http://www.ibb-bildung-beratung.at/


FAMILIENFÖRDERUNG
WER?

Einkommensschwache Familien mit Kindern bis zum 10. Lebensjahr
WAS?
Zuschuss zu Lebenshaltungskosten
Voraussetzungen?
Die Gewährung der Familienzuschüsse für einkommensschwache Familien erfolgt gem. dem Kärntner Familienförderungsgesetz.
Die Förderung erfolgt nur dann, wenn die Fördervoraussetzungen gegeben sind und das Familiennettoeinkommen unter der gesetzlich festgesetzten Einkommensgrenze liegt.
Höhe/Dauer/Einreichfristen
Die Höhe des Familienzuschusses richtet sich nach dem gewichteten Pro-Kopf-Einkommen und bewegt sich zwischen mindestens € 15,-- und höchstens € 436,-- monatlich.
Familienzuschuss kann bis zum vollendeten 120. Lebensmonat eines Kindes gewährt werden.
Ein Familienzuschuss kann erst gewährt werden, wenn kein gesetzlicher Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld besteht.
Förderungsträger/Ansprechpartnerln?
Familienfonds beim Land Kärnten
Abteilung 6 - Familienförderungsstelle
8.-Mai-Straße 12
9020 Klagenfurt
Kontakt: Fr. Susanne Holzer
Tel.: 050 536-40461
Fax: 050 536-40460
E-Mail: susanne.holzer@ktn.gv.at

BESONDERE SENIORENFÖRDERUNG
Sicherheit durch Sichtbarkeit

Die Verkehrssicherheitsinitiative für Senioren unter dem Motto "Sicherheit durch Sichtbarkeit" soll helfen, Unfälle zu verhindern, dauerhafte Schäden zu vermeiden und Aufklärung zu leisten, betont Initiator LH Gerhard Dörfler. Anlass für die aktuelle Initiative war ein schrecklicher Verkehrsunfall in Gurk, bei dem zwei Frauen ums Leben kamen. Diese Aktion soll helfen, die Sicherheit zu verbessern und solche tragischen Unfälle zu vermeiden.

STRASSENBAU
Ein gut gewartetes und auf dem neuesten technischem Stand befindliches Straßennetz ist einer der wichtigsten Standbeine für Kärntens funktionierende und expandierende Wirtschaft. Auf diesem Straßennetz sind täglich mehr als eine halbe Million Menschen unterwegs.

Durch die Landesstraßenverwaltung mit deren ca. 700 Mitarbeitern werden ca. 2800 km Landesstraßen B und L sowie ca. 2000 Brücken betreut, in Stand gehalten und erforderlichenfalls saniert. Das Anlagevermögen dieser Straßen und Brücken beläuft sich auf ca. € 4,5 Milliarden.

Mit einem jährlichen Investitionsvolumen in der Höhe von ca. € 60 Mio. werden über 200 Maßnahmen pro Jahr umgesetzt. Dies sichert in der Folge direkt und indirekt ca. 3000 Arbeitsplätze im Bau- und Baunebengewerbe.

Höchste Priorität genießen Sicherheit, Lärmschutz, Umweltschutz sowie Wirtschaftlichkeit, wobei letztere durch eine exakte Kostenrechnung transparent und nachvollziehbar ist. Kärnten war übrigens das erste Bundesland, das diese Art von Kostenvergleiche zwischen öffentlichem Dienst und der Privatwirtschaft in Straßenbau und Straßenerhaltung eingeführt hat. Marktwirtschaftliche Überlegungen wie z.B. Benchmarking sind Grundbestandteile für einen verantwortungsvollen Umgang mit anvertrauten Steuermitteln.

Ebenso als erstes Bundesland – und damals vor sechs Jahren für ganz Europa einmalig – wurde im Erhaltungsdienst das Qualitätsmanagement nach ISO 9002 angestrebt und erworben. Aufgrund dieser positiven Erfahrungen wurde in den Folgejahren die gesamte Fachabteilung einer ISO-Zertifizierung unterzogen. Dieses Zertifikat garantiert unseren Kunden bestmögliche Qualität auf Kärntens Straßen.

VERKEHR
Die Positionierung Kärntens als zukunftsträchtige Region im Schnittpunkt dreier Kulturen, als Brückenkopf nach Süd- und Südosteuropa geht Hand in Hand mit dem Aus- und Neubau effizienter Verkehrswege.
Diese sind die Lebensadern der wirtschaftlichen Entwicklung, denn erwiesenermaßen prosperieren Wirtschaftsstandorte mit dem Grad ihrer Erreichbarkeit.
Das Jahrhundert-Projekt „Koralmbahn“ zwischen Klagenfurt und Graz mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von ca. € 4,2 Mrd steht mitten in der Realisierung. Eingebunden in die Überlegungen einer Baltisch-Adriatischen Verkehrsachse als Anbindung an den Nordosteuropäischen Wirtschaftsraum kommt dieser Hochleistungsstrecke eine gesamteuropäische Bedeutung zu. In einem Letter of Intent haben sich die zuständigen Minister von Tschechien, Italien, Polen, der Slowakei und Österreich für eine enge Kooperation für die Umsetzung dieser multimodalen Verkehrsachse und deren Aufnahme in die prioritären EU-Projekte ausgesprochen.
Der erste Abschnitt auf Kärntner Seite, zwischen Klagenfurt und Althofen/Drau, mit einem Finanzvolumen von ca. € 131 Mio ist in Bau und wird demnächst fertig gestellt sein. Die weiteren Abschnitte der Trasse von Althofen bis zur Landesgrenze sind fixiert und das Umweltverträglichkeitsverfahren wurde abgeschlossen.
Für die Hochleistungsstrecke im Zentralraum Kärnten zwischen Klagenfurt und Villach – dem Lückenschluss zwischen Koralmbahn und der italienischen Pontebbana - liegen erste Trassenvorschläge auf dem Tisch.
Es wurde gemeinsam mit den Gemeinden und Bürgerinnen und Bürgern ein Trassenauswahlverfahren innerhalb des Korridors Wörthersee Nord (Klagenfurt – Velden) durchgeführt. Danach wird die ausgewählte Trasse dem Umweltverträglichkeitsverfahren unterzogen. Der Abschnitt westlich von Velden wird derzeit gemeinsam mit der Einbindung der Tauernbahn im Knoten Villach untersucht.

Der seit 1994 bestehende Verkehrsverbund Kärnten wurde völlig neu strukturiert, wobei ein Schwerpunkt die Ausarbeitung eines übersichtlicheren und gerechteren Tarifsystems war. Regionalverkehrskonzepte verbessern vor allem in ländlichen Gebieten gemeinsam mit dem GoMobil die Mobilität.

TOURISMUS
Der Tourismus ist für Kärnten ein äußerst wichtiger Wirtschaftszweig – so werden lt. Wirtschaftsforschungsinstitut 16,4 % des Bruttoinlandsprodukts von der Tourismus- und Freizeitwirtschaft erwirtschaftet. Allein im Beherbergungs- und Gaststättenwesen sind knapp 12.000 Menschen beschäftigt.

10.700 Betriebe – 7.600 davon sind Privatvermieter erzielen pro Jahr knapp 13 Mio. Nächtigungen. Damit liegt Kärnten mit einem Anteil von mehr als 10 % an allen österreichischen Nächtigungen im Bundesländervergleich an dritter Stelle hinter Tirol und Salzburg.

Dass das Land Kärnten dem Tourismus einen besonders hohen Stellenwert einräumt, zeigt die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben für den Tourismus. So hat das Land über Fremdenverkehrsabgabe und Nächtigungstaxe im Jahr 2006
8,6 Mio. € eingenommen, dem gegenüber stehen Ausgaben in der Höhe von 47,5 Mio. €.

Im Jahr 2005 wurde vom OGM Institut in enger Zusammenarbeit mit über 150 Praktikern aus allen touristischen Bereichen der strategische Masterplan für die nächsten 10 Jahre, das Weißbuch Tourismus Kärnten, erstellt, das auch mir als Grundlage für meine tourismuspolitische Arbeit dient. Schwerpunkte für die nächsten Jahre sind die nachhaltige Bewerbung der Euro 2008, das Thema Wandern und Bergerlebnis, sowie die verstärkte Nutzung und Bewerbung des Drauradweges. Unser vorrangiges Ziel ist es, Kärnten als Ganzjahresdestination zu positionieren.

Es wird auch notwendig sein, die Kooperationen im Land zu verstärken und die Organisationsstrukturen besser zu vernetzen, um Angebotsentwicklung und Vermarktung noch rationeller und professioneller zu gestalten.