Das Kärntner Landeswappen
Das Kärntner Landeswappen ist im 13. Jh. als persönliches Herrschaftszeichen des Herzogsohnes Ulrich III. in der Gefolgschaft König Ottokars II. von Böhmen entstanden und verband die Parteinahme für den böhmischen König (Löwen) mit dem Anspruch auf das babenbergische Erbe von Österreich(Bindenschild). Unter den Habsburgern wurde es um die Helmzier (Büffelhörner mit angesteckten Blättern) und durch anderes Beiwerk ergänzt. Im Gegen-satz zu den anderen österreichischen Ländern sind bis zum heutigen Tage Helm, Helmzier und Helmdecken neben dem Schild Bestandteil des Landeswappens geblieben.
Das Landhaus
Das Klagenfurter Landhaus wurde zwischen 1574 und 1590 erbaut. Nach der Fertigstellung fand hier im Wappensaal die erste LANDTAGSSITZUNG statt. Urkundlich ist jedoch schon am 4.12.1581 eine Sitzung im Hause erwähnt.
Die Sitzungen fanden entsprechend den damaligen Verhältnissen bei Kerzenlicht statt. Beheizt wurde der Wappensaal – nicht wie heute – durch Fernwärme und Bodenheizung, sondern durch die nördlich und südlich des Saales befindlichen Kamine.
1723 brannte das Landhaus. Bei diesem Brand stürzte die Decke des Saales ein. Die heutige Form des Gebäudekomplexes ist danach entstanden.
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Großer Wappensaal
Im Wappensaal befinden sich insgesamt 665 Wappen, welche von Anton BLUMENTHAL und später von Ferdinand FROMILLER bemalt wurden. Die meisten Wappen von Blumenthal wurden bei dem bereits erwähnten Brand vernichtet. Lediglich an der Ostseite befinden sich in den ersten beiden oberen Reihen ohne Jahreszahl noch jene Wappen Blumenthals, die beim Brand und dem Deckeneinsturz gerettet werden konnten. Die 665 Wappen sind nicht auf einmal entstanden, sondern im Laufe der Jahre. Das letzte Wappen wurde erst nach dem Ende der Monarchie im Jahre 1918 gemalt, zu Ehren des damaligen Landeshauptmannes AICHELBURG-LABIA. Das Deckengemälde zeigt die Huldigung KAISER KARLS d. VI., des Vaters von MARIA THERESIA anläßlich seines persönlichen Besuches im Lande durch die Landstände am 22. August 1729. Das Gemälde an der Nordseite stellt die letzte Herzogseinsetzung am Fürstenstein in Karnburg dar (18.3.1414). Dieser Fürstenstein ist im Wappensaal zu besichtigen. Das Gemälde an der Südseite zeigt die Übergabe der Schenkungsurkunde Klagenfurts mittels eines Gabbriefs vom 14.4.1518 durch Kaiser MAXIMILIAN an die Kärntner Landstände. Neben diesem Gemälde befinden sich auf der linken Seite die Wappen der geistlichen Landstände und auf der rechten die Wappen der Landeshauptleute. Die Nordseite zeigt auf der linken Seite die Landesvizedome (im weiteren Sinn die heutigen Finanzreferenten) und auf der rechten Seite die Landesverweser (die Verwalter des Landes). Zuletzt wurde der Saal im Jahre 1906 durch einen Wiener Restaurator einer Generalsanierung unterzogen. Nach dem zweiten Weltkrieg, als im Landhaus die britische Besatzungsmacht stationiert war, diente der Wappensaal auch als Krankenlager und Waffendepot. Heute ist der Saal öffentlich zugänglich, fallweise werden hier Konzerte, Festakte, Festsitzungen und Empfänge abgehalten.
Raumgröße: 23 m Länge, 13 m Breite, 10 m Höhe.
Kleiner Wappensaal
Er ist der eigentliche Arbeitsraum im Landhaus. Hier finden alle Ausschuss - und Arbeitssitzungen statt, zu denen nach Bedarf auch Auskunftspersonen und Experten zur Informationsbeschaffung für die Abgeordneten eingeladen werden.
Koligsaal
Cornelius Kolig arbeitet mit Gegensatzpaaren, wenn er die Totalität der Lebensäußerungen inszeniert: Liebe und Gewalt, Eros und Tod, Vernunft und
Verwirrung, Schönheit und Grauen. Teils aus ironischer Distanz lotet er Grenzpositionen aus, verfolgt das Schöne zwischen der Aufdringlichkeit des Kitsches und der Sinnlichkeit des Materials, verfolgt
die Gewalt zwischen Wort, Symbol und Aktion.
